Die meisten Journalist*innen und Autor*innen bemühen sich um eine angemessene und realistische Darstellung sexualisierter Gewalt in Berichten oder Filmen. Leider verfügen sie nicht immer über Fachwissen z.B. über Täter(*innen)strategien, Dynamiken sexualisierter Gewalt oder das Erleben der Betroffenen. Vielen ist dies bewusst und sie versuchen dagegen zu steuern. Sie haben Fragen oder würden gerne mit einem*r Berater*in, der*die mit betroffenen Männern* und TIN* arbeitet, ihre Ideen einmal durchsprechen.
Um dem entgegen zu kommen bieten wir an, dass sich ein*e Mitarbeiter*in von Tauwetter e.V. mit Ihnen zu einem Beratungsgespräch zusammensetzt. Dort ist es möglich, gezielt Fragen zu stellen und eine Expertenmeinung einzuholen. Für solch eine Medienberatung müssen wir um eine Spende bitten.
Kontakt:
Letzter Eintrag 08.02.2024
Ihre Ansprechpartner:
Für Medienanfragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter*innen gerne zur Verfügung:
Mitarbeiter*innen von Tauwetter verfügen über teils bis zu 30 Jahren Berufserfahrung im Themenfeld tätig, arbeiten in diversen Gremien mit und verfolgen die öffentliche Debatte aufmerksam. Neben der Berufsausbildung und -erfahrung können sie auf reflektierte Erfahrungen in der Bearbeitung widerfahrener sexualisierter Gewalt zurückgreifen, so dass dieser Standpunkt mit einfließen kann. Dabei haben die Mitarbeiter*innen natürlich unterschiedliche Schwerpunkte, ja konkreter Sie uns sagen, um was es geht, desto besser können wir gucken, welche Mitarbeiter*innen am besten Ihre Fragen beantworten kann.
Einen ersten Überblick über Tauwetter haben wir auf einem kurzen Factsheet zusammengestellt.
Kontakt zu Nutzer_innen:
Wir erhalten regelmäßig Anfragen, ob wir nicht darüber hinaus einen Kontakt zu Betroffenen herstellen können. Wir geben prinzipiell keine Kontaktdaten von Nutzer*innen von Tauwetter heraus. Sie haben aber die Möglichkeit, uns eine kurze Darstellung Ihres Vorhabens zu schicken, die wir dann im Gruppenraum aushängen. Ihre Anfrage sollte Angaben enthalten über
- Anliegen,
- Zielsetzung des Beitrags,
- Möglichkeiten des Gegenlesens und der Korrektur durch die Betroffenen,
- Möglichkeiten der Anonymisierung,
- eine mögliche Aufwandsentschädigung / Spende
- eventuelle Fristen,
- eine Kontaktmöglichkeit.
Es ist den betroffenen Männern dann selbst überlassen, ob sie sich melden.
Leider haben einige Betroffene erleben müssen, dass sie in Berichten oder Sendungen auf ein Opfer reduziert wurden und für eine Skandalisierung des Themas benutzt wurden. Um solche Enttäuschungen von Betroffenen zu vermeiden, leiten wir nur Anfragen für Sendungen und Berichte weiter, von denen wir nicht von vorne herein befürchten müssen, dass sie in diese Richtungen gehen.
Wir bitten um Ihr Verständnis und verweisen auch auf die Empfehlungen der DGfPI
Letzter Eintrag 08.02.2024
Tauwetter hat immer wieder Kontakt mit Journalist*innen und Medienvertreter*innen. Diese sind im Regelfall durchaus positiv. Leider ist es manchmal aber auch zu Missverständnissen und Enttäuschungen auf einer oder beiden Seiten gekommen.
Solche entstehen oft dann, wenn Journalist*innen vor allem dramatische Opfergeschichten suchen, wir als Fachberatungsstelle aber sachlich informieren wollen. Es hilft deshalb, wenn von Anfang an offen und ehrlich miteinander kommuniziert wird.
Uns ist sehr an einer guten Zusammenarbeit mit dem Medien gelegen. Um diese zu erleichtern, haben wir die folgenden Seiten zusammengestellt:
- Wie erreichen Sie jemanden bei Tauwetter, der Ihre Anfragen beantwortet?
- Wo sind die Presseerklärungen von Tauwetter zu finden?
- Es gibt ein kurzes Factsheet. Das finden sie hier.
- Kann ich bei Tauwetter auch Medienberatung für Artikel, Filmbeiträge oder Drehbücher bekommen?
- Welche Berichte gibt es bisher über Tauwetter?
Der Bundesverband Frauennotrufe und Frauenberatungstellen hat auf seiner Website eine Menge hilfreicher Tips für Journalist*innen für die Berichterstattung zum Thema sexualisierte Gewalt zusammen gestellt.
Auch die Website der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bunderegierung hat einen Beitrag mit Tipps für Medien für eine betroffenensensible Berichterstattung.
Letzter Eintrag 06.03.2024
