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Anlaufstelle, für Männer*, die in Kindheit oder Jugend sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren

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Tauwetter-Nachrichten – Neue Beiträge

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Mittwoch, 18. Dezember 2019

„Jungen als Opfer von sexueller Gewalt:
geschlechtstypische Bewältigungsversuche und Männlichkeitsbilder“
Fortbildung im März 2020

Trotz aller Unterschiedlichkeit zeigen Jungen und männliche Jugendliche in ihren Bewältigungsversuchen nach erlebter sexueller Gewalt geschlechtstypische Verhaltensweisen. Diese basieren zu einem großen Teil auf ihrem Verständnis von Männlichkeit. Um solche Zusammenhänge geht es in der Fortbildung am 19. Und 20.3. im sfbb. Nähere Infos und Anmeldung auf der Website des sfbb.

Mittwoch, 20. November 2019

Möglichkeit der Anerkennung von sexualisierter Gewalt in Institutionen durch Unfallkassen als Unfall

Ein Aktivist hat uns folgende wichtige Information gegeben:

Auch in Kindergärten, Schulen, Internaten, Krankenhäusern und auf dem Weg dorthin findet sexueller Missbrauch statt. Dies kann - nur zum Beispiel - Kindern in der Betreuung, SchülerInnen im Sportunterricht oder PatientInnen bei der Behandlung passieren. Laut § 8 Abs. 1 SGB VII, handelt es sich dabei um einen Unfall, ein von außen auf den menschlichen Körper einwirkendes, unfreiwilliges Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt. Ein Arbeitsunfall ist dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer (oder Schüler, Kindergartenkind, Patient) im Rahmen seiner versicherungspflichtigen Tätigkeit einen Unfall erleidet. Somit sind Unfälle im Rahmen der Freizeitgestaltung, sportlicher Betätigung oder als Privatperson im Straßenverkehr nicht als Arbeitsunfall zu werten. Ereignet sich der sexuelle Missbrauch hingegen beispielsweise beim Schul- oder Kindergartenbesuch oder bei einem Krankenhausaufenthalt, kann es sich hierbei um einen Arbeitsunfall handeln. Deshalb sollte sexueller Missbrauch in Kindergärten, Schulen, Internaten, Krankenhäusern, ähnlichen Einrichtungen und auf dem Weg dorthin der zuständigen Unfallkasse formlos gemeldet werden. In jedem Bundesland gibt es eine Unfallkasse. Rechtlich handelt es sich dabei um eine Berufsgenossenschaft. Die Unfallkasse wird dann Formulare zusenden, mit der Bitte, genauere Angaben zu machen, behandelnde ÄrztInnen von der Schweigepflicht zu entbinden und unter anderem die Adressen und Aktenzeichen ermittelnder Behörden anzugeben. Dann prüft die Unfallkasse den Vorgang und fordert möglicherweise ein medizinisches oder psychologisches Gutachten an. Dies kann mehrere Monate dauern. Am Schluss kann es sein, dass die Unfallkasse für einen aus dem Missbrauch entstandenen Schaden Leistungen bewilligt wie eine Unfallrente oder Heilbehandlung.

Freitag, 08. November 2019

Chance vertan - Presseerklärung zur Reform der Opferentschädigung

Der Bundestag hat nach langem Hin und Her die Reform des Opferentschädigungsgesetztes (OEG) beschlossen. Dabei wurde aber versäumt, die spezialisierten Fachberatungssstellen gegen sexualisierte Gewalt bundesweit als Angebot der Schnellen Hilfen zu etablieren. Damit bleibt es bei einem Flickenteppich von Unterstützungsangeboten für betroffene Männer und Jungen, der gewaltige Löcher hat. Die Bundespolitik ist ihrer Verantwortung für Betroffene sexualiserter Gewalt nicht gerecht geworden und hat eine Chance zur Verbesserung der Situation Betroffener vertan. Zur Presseerklärung.

 

Montag, 28. Oktober 2019

Bewerbungen für den Betroffenenrat jetzt möglich

Für den Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) Herrn Rörig werden neue Mitglieder gesucht. Wer interessiert ist, in diesem Gremium mitzuarbeiten, kann sich 9.12.2019 bewerben. Nähere Informationen auf der Website des UBSKM.

Montag, 28. Oktober 2019

Politische Selbstorganisierung von Betroffenen

Interesse mit anderen Betroffenen gegeinsam zu überlegen, wie es möglich wäre, die politischen Ziele von Betroffenen besser durchzusetzen? Es gibt einen Versuch, eine politische Selbstorganisierung von Betroffenen in Berlin auf die Beine zu stellen. Es hat bisher mehrere Treffen gegeben, erste Arbeitsgruppen haben sich gebildet. Das Treffen ist offen für alle interesseriten Betroffenen. Der nächste Termin ist

am Sonntag, den 24.11.2019, von 17:00 bis 19:00 Uhr

im Heilehaus, Waldemarstrasse 36 in Kreuzberg, Seitenflügel, oberstes Geschoss.

Neben Berichten über die bisherige Arbeit steht auch die Planung der zukünftigen Zusammenarbeit auf der Tagesordnung.

Weitere Infos über ئەم ئیمەیڵە پارێزراوە لە سپام, پێویستە جاڤا سکریپت چالاک بکەیت بۆ بینینی.

Donnerstag, 16. Mai 2019

Fachaustausch zu Rechtspopulismus und sexualisierte Gewalt

In den letzten Jahren ist es zu einem Ansteigen rechten und rechtsextremen Gedankengutes gekommen. Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus werden lauter und vehementer geäußert. Das bemerken wir auch in unserer alltäglichen Arbeit. Immer öfter treffen wir in Beratungen, auf Elternabenden oder Informationsveranstaltungen auf menschenfeindliche und rechtspopulistische/ rechtsextreme Einstellungen. Diese Herausforderungen möchten wir in einem Fachaustausch zusammengetragen und aufarbeiten. Wir wollen spezialisierten Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt der bundesweiten Zusammenschlüsse einen Raum bieten, sich über die Themen auszutauschen und gemeinsam in Richtung Umgangsweisen und Handlungsempfehlungen zu diskutieren.
Der Fachaustausch findet in Kooperation von Tauwetter e.V. Berlin, der Amadeu Antonio Stiftung, der Alice Salomon Hochschule Berlin, Prof. Dr. Esther Lehnert, Arbeit und Leben Niedersachsen, dem PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbh sowie der Bundeskoordinierungsstelle spezialisierter Fachberatungsstellen statt.

Dienstag, 22. Januar 2019

Verlinkung zu einem Leitfaden zum Thema Sicherheit von LGBTQs im Netz

Wir wurden gebeten diese Information und den Link zum Leitfaden auf unsere Website zu stellen:
"Wussten Sie, dass 73% der LGBTQs aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität im Internet angefeindet und schikaniert werden? Der angesprochene Leitfaden soll den Betroffenen dabei helfen, sich gegen diese Anfeindungen zu wehren und sich vor diesen zu schützen.Es werden konkrete Tipps und praktische Anweisungen für alle nur erdenklichen Situationen gegeben."

Leitfaden für LGBTQs gegen Mobbing im Internet

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